Neuenrade: HEINZ ECKERT, PIANIST & KOMPONIST

hans cramer Allgemein 1. Juli 2019 1 Minute

Heinz Eckert vor 90 Jahren geboren 

1. Juli 1929 bis †2. Februar 2015 

von Hans Cramer

Heinz Eckert Komponist, Pianist,. Foto: privat

Neuenrade. Heute würde der Neuenrader Komponist, Pianist, Bandleader und Produzent, Heinz Eckert, seinen 90. Geburtstag feiern. 

1929 in Plettenberg geboren, war Eckert noch Soldat in den letzten Kriegstagen später dann Musikstudent. Auftritten im Inn- und Ausland begleitenden diesen außergewöhnlichen Pianisten durch sein Musikerleben. Unvergessen seine legendären Auftritte mit Paul Kuhn, Hugo Strasser und dem blinden Sänger Wolfgang Sauer. Der Swing war zu der Zeit ein Lebensinhalt dieser großen, deutschen Musiker.  

 

Auftritte im Rundfunk, dem noch jungen Fernsehen und den Bühnen dieser Welt zeugten von der Popularität eines Heinz Eckert auf der breiten Bühne des Showbusiness. 

Als Heinz Eckert seine Ruth kennenlernte und diese später zu seiner Ehefrau nahm, wurde das Tingeln ein wenig ruhiger. Familie war angesagt! Bald wurden dann auch Sohn Oliver und Tochter Sandra geboren. Ein Häuschen im beschaulichen Affeln gebaut und sich mehr und mehr dem Komponieren gewidmet. Stücke wie: Samba Brazil (hierfür erhielt Eckert eine Goldene Schallplatte), Halt mal die Sonne an, Mal etwas Beat mal etwas Swing und viele mehr. Über 300, teils weltbekannte, Melodien stammen aus der Feder von Heinz Eckert. 

Leider wurde Heinz Eckert die Wertschätzung die seine Musik weltweit erhielt in seiner Wahlheimat Neuenrade nicht zu teil. Selbst Neuenrader Musikvereine schafften es nicht, bei Konzerten mal ein Stück von Eckert aufzuführen. Das ist ein Armutszeugnis für Neuenrade. 

 

Nur die Ausbilderin für Akkordeon- und Steirische Harmonika, Martina Kluge, wagte sich an das schwere Stück “Samba Brazil” heran und arrangierte das Lied für Akkordeon um. Die Uraufführung fand im Neuenrader “Gasthof im Kohl” statt. Vor Fachpublikum begeisterte Martina Kluge mit ihrer tollen Interpretation von “Samba Brazil” auf ihrem Akkordeon. 

 

Lieber Heinz, wo du auch gerade komponierst, voller Respekt und tiefer Freundschaft gedenke ich deiner und wünsche dir einen schönen Geburtstag im Kreise deiner himmlischen Musikerfreunden.  


Der Süderländer Volksfreund hat über mich einen tollen Artikel am 18.09.2018 durch Carla Witt veröffentlicht. Vielen Dank dafür!


Artikel im Süderländer Volksfreund hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors Udo Schnücker

 
   

Mit Liebe und Engagement Musikerstammtisch im Hotel Wilhelmshöhe am 15.01.2017

© Udo Schnücker

 

Neuenrade - Die steirischen Harmonikaspieler der Lennetaler Musikschule lieben ihren Musikerstammtisch. Im Hotel Wilhelmshöhe präsentierte das Ensemble den Zuhörern mehrere Volksmusik-Titel. Der achte Musikerstammtisch wurde von Dirigentin Martina Kluge und ihren Freunden ausgerichtet. Das Musizieren mit der steirischen Harmonika hat in der Region in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen. Als Musiklehrerin stieß Martina Kluge mit dem Erlernen der steirischen Harmonika auf eine gute Resonanz. Manche ihrer Schüler reisen inzwischen aus bis zu 100 Kilometern Entfernung an. Die steirische Harmonika ist als diatonisches und wechseltöniges Handzuginstrument in der Volksmusik zu Hause. Bevorzugt wird die beliebte alpenländische Musik in Österreich, Südtirol oder auch in Bayern gespielt. Beim Musikerstammtisch traten Martina Kluge und ihr fünfköpfiges Ensemble im obersten Gesellschaftsraum des Hotels auf und überzeugten ihr Publikum. Unter dem Dirigat von Lehrerin Kluge intonierten die Musiker hervorragend. Wenn die Akteure über ihre Musik und ihre Harmonika reden wird spürbar, mit wie viel Liebe und Engagement sie dieser Art der Volksmusik zum Hörgenuss verhelfen. Der Auftritt im Rahmen des Musikerstammtisches beinhaltete unter anderem die Stern Polka und die Kuckuckspolka. Mit dem „Es woar amol am Abend spät“ erinnerten sie, unter dem Beifall der aufmerksamen Zuhörer, an einen Besuch im Gasthof. Dass sie dabei schmunzelnd ihre Harmonika als „Zugorgel“ oder „Quetschn“ bezeichneten, darf als Freude an der Musik gewertet werden. Wie sehr sie die Volksmusik schätzen, wurde durch weitere spontane Auftritte der Akteure deutlich. Selbst eine „original steirische Teufelsgeige“ kam zum Einsatz. Der 72-jährige Josef Feld zählt im Ensemble zu den Volksmusik-Liebhabern. Für ihn sei es schon immer ein Traum gewesen, mit der steirischen Harmonika diese Musik zu spielen. Am Tag probe er eine Stunde. Beim Auftritt im Hotel trug er sogar den zur Musik passenden Filzhut samt Anstecknadeln. Schmunzelnd verriet er, dass er sich den Hut beim Gertrüdchen gekauft habe. Der Umgang mit der steirischen Harmonika Auch der 31-jährige Björn Wilke aus dem benachbarten Dahle ist von der alpenländischen Musik überzeugt. Dank einer Zeitungsanzeige sei er auf den Kurs mit Martina Kluge aufmerksam geworden. Seit einem Jahr ist er jetzt im Ensemble. Der musikalische Einstieg sei ihm als Orgel-, Klavier- und Akkordeonspieler und der damit verbundenen Notenkenntnisse leicht gefallen. Inzwischen feile er intensiver an der Technik im Umgang mit der steirischen Harmonika. Am 17. März wird Professor Florian Michelbauer zu Besuch sein und Martina Kluge offiziell als Lehrerin der steirischen Harmonika vorstellen. In der Fachwelt gilt er als Harmonikapionier. Wer Interesse am Spielen des Instrumentes hat, kann sich bei der Musikschule Lennetal unter der Telefonnummer 0 23 92 /15 08 melden.

 

Udo Schnücker E-Mail:sv-neuenrade@mzv.net

 

 


Artikel im Komplett-Magazin März 2016

 

Bericht im Komplett-Magazin von Martin Droste.

Mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Autor nachfolgend wiedergegeben
Die Homepage der Zeitschrift erreichen Sie hier!
Der vollständige Artikel wie folgt:
"Das Versprechen von Martina Kluge klingt verblüffend. „Jeder Laie kann das Instrument lernen, auch ohne Notenkenntnisse.“ Die Werdohlerin weiß, wovon sie spricht. Und der Erfolg gibt der Dozentin an der Musikschule Lennetal recht.
Bekannte Musiker wie Andreas Gabalier und Hubert von Goisern haben die Steirische Harmonika, um die es in der Volksmusik ruhig geworden war, wieder populär gemacht. „Wir mussten keine Werbung machen“, freut sich Martina Kluge über die starke Nachfrage. Alle zwei Wochen bietet die 54-jährige Werdohlerin an der Musikschule Lennetal Einzel- und Partnerunterricht für Akkordeon und  Steirische Harmonika an. Die Schüler im Alter von 48 bis 74 Jahren kommen aus dem Märkischen Kreis, aber auch aus Lennestadt, Marl und Wuppertal.
„Der Lehrberuf ist ganz schön anstrengend. Wenn ich am Freitagabend nach Hause gehe, bin ich platt“, lacht Martin Kluge, die im normalen Beruf Geschäftskundenberaterin bei der Commerzbank in Lüdenscheid ist. Als Belastung empfindet sie die Arbeit an der Musikschule aber nicht. Ganz im Gegenteil: „Ich mache das mit Liebe und Leidenschaft.“
Eine Liebe und Leidenschaft, die zwischenzeitlich ziemlich erkaltet war. „Schon mit fünf Jahren war mir klar, dass ich Akkordeon spielen wollte“, blickt die Bankerin zurück in ihre Kindheit. Bei Werner Kaiser in Neuenrade lernte sie das Handzuginstrument und spielte auch lange im Akkordeonorchester. 
Dann kam der „Aufbau Ost“ und Martina Kluge wurde von ihrer Bank in Halberstadt gebraucht, um dort im Harz eine Filiale zu gründen. „Da habe ich kaum gespielt und sogar überlegt, das Akkordeon zu verkaufen“, erinnert sich die Werdohlerin noch genau. 1997 kehrte sie nach Hause zurück und „klimperte drei Jahre“ auf ihrem Lieblingsinstrument herum.
Im richtigen Augenblick lernte Martina Kluge dann „die richtigen Leute“ kennen. In ihrem Fall waren das Wolfgang Russ und Hans-Günther Kölz, beides Ausbilder am renommierten Hohner-Konservatorium in Trossingen im Schwarzwald. Seit diesem „Motivationsschub“ in Sachen Akkordeon hat es die Werdohlerin musikalisch richtig gepackt.
Im Sommer stehen die drei letzten Prüfungen am Hohner-Konservatorium auf dem Stundenplan, im Oktober dann das Abschlusskonzert. Besteht die Dozentin an der Musikschule Lennetal die Prüfung, darf sie sich staatlich geprüfte Akkordeonlehrerin nennen. Schwerpunkt am Hohner-Konservatorium ist für die Werdohlerin „die Popularmusik, also New Musette, Tango, Jazz-Standards, Swing usw.“ Mit dem angestaubten Klischee vom Akkordeon spielen, das sich nach wie vor in der Bevölkerung hält, hat das längst nichts mehr zu tun.
„Nebenbei“ ist die 54-jährige Bankkauffrau auch Mitglied in der Landesakkordeon-Bigband Hessen. „Da bin ich die nördlichste Hessin“, schmunzelt das einzige Orchestermitglied aus Nordrhein-Westfalen. Während in der Big Band Jazz, Rock und Pop zum Repertoire gehören, kann es im Bundesakkordeon-Orchester schon einmal „ziemlich schräg“ werden. Denn hier wird sogenannte „Neue Musik“ gespielt. „Das ist eine tolle Herausforderung“, schätzt Martina Kluge diese Aufgabe.
Auch dem Projektorchester „ArtAccA“  gehört die Werdohlerin an, eine Art NRW-Auswahlorchester für Erwachsene. Auch hier wird versucht, neue musikalische Wege zu gehen. Regelmäßig stehen in den drei Klangkörpern Proben-Wochenenden und Konzerte an. Kein Wunder, dass Martina Kluge für ihre Passion viel unterwegs ist. Aber eine Belastung ist auch das nicht.
An einem dieser vielen Wochenenden ist Martina Kluge dann der Steirischen Harmonika und ihrer musikalischen Vielfalt begegnet. Die Werdohlerin war von diesem Instrument, das nur für den Laien eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Akkordeon besitzt, sofort fasziniert. Seitdem fährt sie regelmäßig nach Österreich zu Professor Florian Michlbauer nach Weyregg am Attersee und verbindet dort in der schönen Umgebung Urlaub und Lernen. Mit seiner Griffschrift im Fünf-Fingersystem hat Michlbauer das Spiel auf der Steirischen Harmonika methodisch revolutioniert und den Grundstein für einen Musikkonzern gelegt.
Die Frage, ob wie zuvor mit vier oder nach Michlbauer mit fünf Fingern gespielt wird, hat die Szene längst gespaltet. „Das ist ein richtiger Glaubenskrieg geworden. Professor Michlbaur hat sogar Drohungen erhalten“, erzählt Martin Kluge von Abgründen. Die Michlbauer-Lernmethode setzte keine Vorkenntnisse voraus und erfordert auch keine Notenkenntnisse. Die „richtige Technik“ vermitteln Ausbilder wie Martina Kluge an der Musikschule Lennetal. 
Die Steirische Harmonika ist ein diatonisches Handzuginstrument, das in der Volksmusik zu Hause ist, aber verstärkt auch in Rock, Pop und Jazz eingesetzt wird. „Wir freuen uns natürlich, dass Andreas Gabalier für uns wirbt. Aber wir machen die richtige Volksmusik“, stellt Martina Kluge klar. Die 54-Jährige ist überzeugt, dass der Boom „kein Modetrend ist“. „Da entwickelt sich etwas“, glaubt die Werdohlerin. Gerade für „Spätberufene“ oder Wiedereinsteiger sei die Steirische Harmonika ein „ideales Instrument“, das man schnell und leicht lernen könne.
Beim Komplett-Termin in der Musikschule Lennetal hat die Dozentin zwei ihrer Instrumente mitgebracht. „Die sind komplett anders und erfordern vom Spieler ein völlig anderes Denken“, verrät sie dem musikalischen Laien. Der hat wenigstens ein Detail behalten: Während beim Akkordeon auf Zug und Druck der gleiche Ton erklingt, entstehen bei der Steirischen Harmonika immer andere Töne.
Informationen und Anmeldungen zum Unterricht an der Steirischen Harmonika und dem Akkordeon sind im Musikschulbüro unter 02392-1508 und info@musikschule-lennetal.de möglich."